buettnerin

Posts Tagged ‘racism’

Buschkowsky-Debatte: Wir sprechen immer noch über Rassismus

In Gewalt in Kommunikation, Netzschau on Oktober 23, 2012 at 9:19 am

english version below

Gastbeitrag von Meike Büttner im Berliner Tagesspiegel am 23. Oktober 2012:

Ich habe Heinz Buschkowsky Rassismus vorgeworfen und ich tue es noch. Die Neuköllner SPD ist der Meinung, dass das Gespräch beendet ist und dass ich mich nicht wundern muss, wenn ich nun dafür verfolgt werde, dass ich meine politische Einstellung eben an der falschen Stelle geäußert habe. Hunderte von Menschen haben diese Meldung als Bestätigung empfunden und belästigen mich nun umso stärker. Nun erhalte ich zum Beispiel Mails, in welchen man mir schreibt: „Da, Du Volksverräterin. Deine Regierung ist auch gegen dich.“

Ich habe Herrn Buschkowsky nie einen Rassisten genannt und finde das auch nicht richtig.

Ich möchte Personen nicht klassifizieren und ich finde nicht, dass es bei so wichtigen Themen wie dem Rassismus um Personen gehen sollte. Weder um meine, noch um die des Neuköllner Bürgermeisters. Ich habe den Vorwurf erhoben, dass in Buschkowskys Buch getroffene Aussagen wie »Mit den Afrikanern ist noch mehr Brutalität, Drogen- und Alkoholmissbrauch eingezogen. Türkische und arabische Männer sitzen in den Cafés. Afrikanische Männer sitzen zu Hause, sehen fern, spielen, telefonieren und trinken. Afrikaner lassen sich noch schwerer in die Karten schauen als die anderen Ethnien« ganz klar Rassismus darstellen. Das ist per Definition Rassismus und diese Tatsache ist auch gar nicht streitbar. Da Rassismus immer auf Missverständnissen und Angst basiert, ist es ein Thema, über das man sich dringend auseinandersetzen muss. Da diese Form der Gewalt in unserem Leben einfach vorkommt, können wir nicht so tun, als wären wir blind, und diesem Gespräch immer wieder aus dem Weg gehen. Ich habe das Gespräch darum gesucht.

Nachdem die SPD Neukölln nicht nur den Rassimusvorwurf einfach abgewunken hat, sondern auch noch indirekt erklärte, dass  sie es für legitim halte, meine Person gewalttätig zu verfolgen, habe ich den Pressesprecher der SPD Neukölln, Joschka Langenbrinck, um ein Gespräch gebeten. Ich wollte mit ihm den Rassismusvorwurf klären und ihn fragen, wieso die SPD Neukölln es für gerechtfertigt hält, dass Menschen Straftaten gegen mich verübt haben. Ich wollte ihm berichten von der sexuellen Diskriminierung, die mir widerfahren ist, von dem Mobbing und Hacken meiner Internetseiten. All diese Vorgänge stellen Straftaten dar, die Herr Langenbrinck im Namen der SPD billigt. Berücksichtigt man diese Straftaten und die Aussage Herrn Langenbrincks, dass ich mich darüber nicht wundern müsse, kommt man ganz schnell zu dem Schluss, dass die SPD Neukölln sexuelle Diskriminierung, das Androhen von körperlicher Gewalt und politische Verfolgung unterstützt. Nachdem Herr Buschkowsky in seinem Buch ja ebendiese Vorgänge verurteilt, komme ich allerdings zu dem Schluss, dass Herr Langenbrinck sich geirrt haben muss.

Ich denke nicht, dass die SPD hinter solchen Aussagen stehen kann. Ich denke, Herr Langenbrinck muss sich geirrt haben, als er mir schlussendlich eine SMS schrieb, in welcher er erklärte, dass ein Gespräch nichts bringen würde. Er ging sogar noch weiter: Er bediente sich der genau gleichen Methoden wie meine Verfolger im Netz und recherchierte einen Schwank aus meinem Leben, um diesen plötzlich zum Inhalt der SMS zu machen. Das finde ich erschreckend. Es geht hier um Rassismus und nicht um meine Person. Erschreckend genug, dass man dem Dialog darüber aus dem Weg geht. Erschreckend auch, dass unter unserem virtuellen Streitgespräch im Tagesspiegel hunderte von Kommentatoren sich in Diskussionen über die beteiligten Personen ergießen, während zum Beispiel der Tagesspiegel-Artikel, der davon handelt, dass einer der V-Männer Gründer einer Ku-Klux-Klan-Gruppierung war, weniger als zehn Leserkommentare generiert. Über Rassismus möchte offenbar niemand reden. Lieber über Personen.

Am meisten hat es mich am Ende tatsächlich erschreckt, dass Herr Langenbrinck sich auf das Niveau der Internettrolle herabließ, indem er versuchte, mich zum Thema dieser Debatte zu machen. Meine Damen und Herren, es geht nicht um Buschkowsky und schon erst Recht gar nicht um mich. Es sollte auch in einer Justizkritik nicht um einen Kachelmann gehen oder in der Systemkritik um eine Julia Timoschenko. Es geht darum, dass unsere Politik nicht einfach nur Polemik und Personenkult sein darf. Es gibt in diesem Land genügend Stammtische, in den Rathäusern sollten sie lieber nicht stehen. Den Vorwurf, dass sich in Buschkowskys Buch rassistische Aussagen finden, zu denen eine sozialdemokratische Partei dringend Stellung beziehen sollte, halte ich selbstverständlich aufrecht. Nur darum sollte es gehen.
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
Buschkowsky- Debate: We are still talking about racism
This article has been published in Berliner Tagesspiegel the 23rd of octobre 2012
I accused Heinz Bushkowsky of racism and I am still doing it. The Neukölln SPD (party of social democrats) has the opinion that this dialogue has been closed and that I might not be wondering, that I am now being haunted for advancing my opinion at the wrong place. Hundreds of people considered that their authentication for now blaming me even harder. I am receving mail saying: “There you are, demagogue. Even your Council is against you.”I never called Buschkowsky racist and I actually don’t think like that.I don’t want to classify people and I don’t think, that big issues like racism should be about single persons. This chat is not about me or the Neukölln major. We are talking about racism.
I reproached that statements in his book like the following are clearly racism:“With the Africans even more brutality, drug- and alcoholabuse has been moving in. Turkish and Arabic men are sitting in cafés. African men are sitting at home, watching tv, play, phone and drink. They are even harder to look through than the other ethnics.”This is racism per definition and this fact is not disputatious.
Racism always bases on fear and misunderstandings. That is the reason why we need to altercate with it because this kind of violence is just happening. We can’t just close our eyes and always try to pass this conversation. That’s why I tried striking up this conversation.After Neukölln SPD not just waved aside the Accuse of Racism but even legitimized, haunting me with violence, I asked the spokesmen Joschka Langnebrinck for a talk. I wanted to clear the claim of racism and ask him why his party finds criminal offenses, like had happened in this case, justified. I wanted to report about the sexual discrimination which has happened to me, about this mobbing, and the hacking of my webpage. All those are criminal offenses, Mr. Langenbrinck endorses in the name of the Neukölln party of social democrats. In other words:Neukölln Party of Social democrats is approving sexual harassment and violence. After Bushkowsky otherwise claims exactly facts like those in his book and condemns them, I have to think that Langenbrinck must have been made a mistake.I do not think that the SPD can stand behind statements like that. I think he must have been totally wrong, sending me a text message in which he explained that the dialogue wouldn’t be necessary. He even kept on moving forward and used the same method my chasers do: He investigated my background story and tried to put the subject on me. This kind of dealing with this issues really scares me. It’s all about racism, it’s not about my person.

Alarmingly enough, that everybody always is trying to avoid this dialogue. Even more alarmingly that an article posted at the same time in the same newspaper about a German Officer for the Protection of the Constitution being founder of a Ku Klux Klan generated less than ten comments, while our dispute generated hundreds of reader-comments. Every one of them just about the person of Buschkowsy or mine. Obviously nobody wants to talk about racism. Rather talk about people.

In the end, the thing that terrified me the most was, that Langenbrinck descented to the level of those internettrolls by trying to put the subject on me. Ladies and gentlemen, it’s not about Buschkowsky or Langenbrinck and is less than ever about me. Politics should not just be polemics or some personality cult. That’s a bar room level that should not be spoken in a town hall. I am still accusing some statements in this book racism. And I think this is a fact a party of social democrats should really need to deal with. This is what it should be all about.

Werbeanzeigen

Ich bin ein Rassist.

In Gewalt in Kommunikation on September 24, 2012 at 12:44 pm

english version below …
________________________________________________________________________________________

Die aktuelle Debatte um das Buch des Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) „Neukölln ist überall“, fördert erneut einen Gedankenfehler zu Tage, dem offenbar viele Bürger aufsitzen. Die einen sind empört und bezeichnen das Buch als rassistisch, woraufhin aus einer anderen Ecke laut die immer wieder selbe Polemik erklingt: „Wann immer mal einer die Wahrheit ausspricht, schwingen die Gutmenschen gleich wieder die Rassistenkeule.“ und treffen damit gleich drei zweifelhafte Aussagen in einem einzigen Satz.

1. Die Wahrheit: Wahrheit ist ein Wort, über das sich die Gelehrten seit Jahrtausenden streiten. Wahrheit, das wissen die Akademiker, die Dichter und die Philosophen, ist nicht auszumachen. Das was Otto Normal die Wahrheit nennt, ist in der Regel seine eigene Empirie oder entspricht seinen persönlichen Vorurteilen. Sie ist etwas sehr persönliches und jeder hat seine eigene. Der Anspruch auf Wahrheit ist per se fundamentalistisch. Da wir uns einig sein müssen, dass meine eigenen Erfahrungen die eines anderen nicht ändern können. Es gibt selbstverständlich Menschen, die sich eingeschüchtert fühlen durch kriminelle Immigranten, aber diese persönlich erlebte Erfahrung als eine Wahrheit hinzustellen wäre vermessen und ginge von einem höchst egozentriertem Weltbild aus. Gerade in Hinsicht auf eine pauschal verurteilte Gruppe von über einer Millionen Menschen kann ein sogenannter Wahrheitsanspruch niemals geltend gemacht werden. Wer also in einer so kontroversen und komplexen Debatte wie der Immigrationsdebatte das Wort „Wahrheit“ benutzt, dessen Argument kann schon an dieser Stelle nicht mehr weiterführend in der Sache dienen. Auf Grundlage einer Wahrheit würde man im Namen der Menschheit niemals zu einer Einigung finden. Nichts anderes als eine Einigung kann aber das Ziel sein, da wir die Gewalt verbannen wollen aus unseren Leben. Wer mit dem Anspruch auf Wahrheit gegen den Wahrheitsanspruch eines anderen Fundamentalisten vorgeht, landet somit schnell in einem Glaubenskrieg, der keinem der Beteiligten und schon gar nicht der Gesellschaft weiterhelfen kann. Was wir suchen ist der kleinste gemeinsame Nenner, niemals die Wahrheit.

2. Der Gutmensch: „Im Januar 2012 erhielt das Wort als Unwort des Jahres 2011 in Deutschland den 2. Platz. In der Begründung gab die Jury an, mit dem Wort werde „insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen‘ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“ und kritisierte die aus ihrer Sicht 2011 einflussreich gewordene Funktion des Wortes als „Kampfbegriff gegen Andersdenkende“.“ (Quelle Wikipedia)
Dieses Wort stellt Gewalt dar. Es soll den Diskussionsgegner verletzen und seine Argumentation schmähen, da diese von einem als naiv/verklärt verurteilten Weltbild ausgeht. Ein Diskutierender der einen anderen Diskussionsgegner als solchen bezeichnet, eröffnet damit eine Kategorie, die ihn verletzen und angreifen soll. Und das ist dann auch schon das, wo wir nun als nächstes hinkommen: Das ist Rassismus.

3. Die Rassistenkeule:

Rassismus ist nicht – wie fälschlich immer wieder behauptet wird die reine Einteilung der Menschen in Rassen und der Glaube an die Rassentheorien. Rassismus ist so viel mehr. Seine Beginne liegen in der Rassentheorie, im Sklavenhandel und der Inquisition, doch inzwischen umfasst die Definition für Rassismus jegliches Kategorisieren und Klassifizieren von Menschen. Jemanden als Gutmenschen zu verurteilen, ist demnach schon Rassismus. Ich habe Ressentiments gegen einen anderen Menschen aufgrund seiner von mir behaupteten Einstellungen. (albert Memmi, Soziologe über Rassismus: „„Tatsächlich stützt sich die rassistische Anklage bald auf einen biologischen und bald auf einen kulturellen Unterschied. Einmal geht sie von der Biologie, dann wieder von der Kultur aus, um daran anschließend allgemeine Rückschlüsse auf die Gesamtheit der Persönlichkeit, des Lebens und der Gruppe des Beschuldigten zu ziehen. Manchmal ist das biologische Merkmal nur undeutlich ausgeprägt, oder es fehlt ganz. Kurz, wir stehen einem Mechanismus gegenüber, der unendlich mannigfaltiger, komplexer und unglücklicherweise auch stärker verbreitet ist, als der Begriff Rassismus im engen Wortsinne vermuten ließe.(…)“

Rassismus ist vor allem deswegen eine so große Bedrohung, weil sie allgegenwärtig ist und weil so viele vor ihr die Augen verschließen. Rassismus ist leider tatsächlich etwas sehr natürliches und ich behaupte: Jeder Mensch ist ein Rassist. Resultierend aus der Angst vor dem Fremden. Die Angst vor dem Fremden ist in jedem von uns. Darum funktioniert die Dunkelheit so gut in Geisterbahnen und Gruselfilmen, darum versetzen uns Thriller in Aufsehen, deshalb sagen einige Deutsche, dass es sie gruselt, den Muezzin vom Dach der Moschee rufen zu hören. Weil man nicht versteht, was der Fremde da ruft. Die Frau fürchtet sich vor Schritten eines Unbekannten im U-bahnschacht und unsere Kinder haben Angst vor dem Weihnachtsmann. Wir fürchten uns vor dem Fremden und können diese Furcht nur besiegen, indem wir sie mit positiven Erfahrungen überschreiben. Dazu müssen wir aber bereit sein, auf das Fremde zuzugehen. Bequemer ist es, sich gegen alles zu verschließen, das man nicht versteht, aber genau auf diesem Boden wächst das gegenseitige Misstrauen und vermehrt sich die Gewalt.

Auch ich treffe hin und wieder eine rassistische Aussage. Ich kann mich davon gar nicht frei machen. Im Laufe der Buschkowskydebatte habe ich auf facebook viele Menschen als bildungsfern bezeichnet. Auch das ist Rassismus und ich bin nicht stolz darauf. Der Rassismus ist da. Er schwebt immer über und in unseren Köpfen herum. Wir können ihn nicht besiegen, indem wir ihn verleugnen. Im Kleinen gibt es gegen das Übel oft keine bessere Lösung als das Abstrafen durch Ignoranz, aber in einem größeren Rahmen müssen wir uns die Mühe machen, die Problematik beim Namen zu nennen. Wenn ein Bankräuber eine Bank überfallen will und der Angestellt tut so, als würde er ihn nicht hören, wird der Räuber im Zweifelsfalle einige Menschen erschießen. Man kann tatsächliche Bedrohungen nicht ignorieren. Ja, ich werfe Heinz Buschkowsky vor, dass er sich in seinem Buch rassistisch äußert – und das tut er unzweifelhaft mit Passagen wie der Folgenden:

„Mit den Afrikanern ist noch mehr Brutalität, Drogen- und Alkoholmissbrauch eingezogen. Türkische und arabische Männer sitzen in den Cafés. Afrikanische Männer sitzen zuhause, sehen fern, spielen, telefonieren und trinken. Afrikaner lassen sich noch schwerer in die Karten schauen als die anderen Ethnien.“

Diese Aussage ist sogar nach der allgemeinen Auffassung Rassismus und es darf nicht sein, dass man denjenigen versucht den Mund zu verbieten, die darauf aufmerksam machen. Nein, wir wollen alle keine Rassisten sein und nein, kein denkender Mensch kann davon überzeugt sein, dass seine „Wahrheit“ mehr als die eines anderen wiegt, aber dennoch ist es auch nur allzu menschlich, der Eitelkeit zu verfallen, sich rassistisch zu gebaren. Es passiert täglich und es passiert jedem von uns. Es wäre an der Zeit, diese Tatsache anzuerkennen und sich somit auf einen gleichberechtigten Dialog einzustellen. Eine Debatte kann nicht geführt werden, wenn an ihrem untersten Rand die Menschheit sich aufhält mit dem ewigen Zerlegen des Wortes „Rassismus“. Erkennen wir ihn an, nehmen wir ihn als gegeben und versuchen wir, unsere Ängste zu besiegen. Es gibt keine Wahrheit, aber es gibt den Rassismus.

ein Artikel von Gutmensch und Rassistin Meike Büttner

…………………………………………………………………………………………………………

 

I am racist 

The actual debate about the new book of a Berlin Major Heinz Buschkowsky (SPD, Major of district Neukölln/Belrin) „Neukölln is everywhere“ again banks an old error in reasoning to the surface which obviously many people believe in.
Some are outraged and claim the book being racist. Others bring out the old fashioned sentence of: „Whenever someone in Germany speaks out the truth, the do-gooders swing the racist-cudgel“ which just shows up three doubtful ideas in just one sentence.

1st: The truth:

truth is a word the erudite are arguing on for a thousands of years. Truth, this is what the academics, authors, and philosophers know, is nothing to make up. What average Joe calls the truth, mainly arises from his own empiricism or has its source in his or hers personal prejudices. Truth is something personal  and claiming the truth is per se fundamentalistic. Because of the fact, that my personal experiences never can change those of another. There are people who feel daunted by criminal immigrants for certain, but characterizing those personal lived experiences as a certain truth, comes from a highly egocentric world view. Straight with regard to an across-the-board condemned group of millions of humans, a truth claim can never be asserted. An argument using the term of „truth“ can never be taken in a complex debate like the integration-debate. This argument just disqualifies itself. On the base of some truth you could never find consensus in the name of people. People never agree. But nothing like an agreement should bet his goal to all of our arguing, because we want to ban the violence out of our life. If one person with his/her own truth claim fights against someone with another truth claim, just lands into a religious war that won’t help any of the participants or even society. What we are searching for is the least common denominator, never the truth.

2. The Do-gooder:

In January 2012 the word “Gutmensch” was voted second place for the badword of the year 2011 in Germany. The jury justified this rating by explaining that this word would mainly be used in internet forums to determinate the ideal of the good human being in a derisive way. People claimed as “Gutmenschen” or “do-gooders” are condemned as greenly or unworldly. The jury criticized this word as a fighting word against dissidents.
Calling somebody a do-gooder often tries to hurt this person. And it leads us to the next point because categorizing people is: Racism.

3. The racistcudgel:

Racism is not – as many people think – classifying people into races or the belief in race theories. Racism is so much more. Its beginning lies in those race theories, in slave trade and the inquisition, but meanwhile the definition of racism comprises any categorizing or classifying of a human being. Claiming someone a do-gooder is therefore even racism. I have resentments against someone other because of all the things I assume someone just from his attitude, appearance or other details.

Socialist Albert Memmi about Racism:

“(…) In fact racist accusation bases on biological or cultural differences. Sometimes they come out from biology, other times from culture, just to draw conclusion to someones personality, his life and the whole group of people like this person. Sometimes the biological sign is completely lost in racistic cases. Short: We are facing a mechanism, much more diversified  which sadly even is brighter spreaded than the term of racist is. (…)

First of all, Racism is such a big danger because it is so much rampant today while so many people close their eyes to that. Racism in fact is something very natural and I assert: Every human is a racist! Resulting from his fear of the foreign. This fear is in everyone of us. That’s why the dark works so good in the haunted house and the horror movies, this is why thrillers alert us. It is the reason why some Germans might say, they’re scared from the Muezzin crying from the roof. Because you don’t understand what the stranger is jelling. Women are scared by steps in a parking house, Santa Clause give kids the creep, …

We are scared by the foreign and we just can fight this fear by affirming our experiences in a positive way. But that for we need to confront with those fears and take a step forward to those who scare us. Closing up against everyone is much more convenient, but this is exactly the fertile soil for mutual misunderstanding and it will accrete the violence.

I myself sometimes make a racist statement. I can’t absolve myself from that mistake. For example in this Buschkowsky-debate I named people “bildungsfern”, which is a political german term for people who raise in an environment without suitable education. Even this is racism and I am not proud of it. Racism is here. It’s everywhere. It is always floating above, around and inside our heads. We can’t defeat it, if we deny it. If a bank robber threatens an employee and this employee is doing like he wouldn’t hear the robber, this criminal may shoot some of the customers. You can’t ignore real danger. Yes, I accuse that Heinz Buschkowsky in his book remarks racist statements. He does it without a doubt in sentences like:

“With the Africans, much more brutality, drugs- and alcohol-abuse has moved in. Turkish and Arabic men are sitting at home, watching tv, are phoning and drinking. The Africans are even harder to look through then the other ethnics.” 

This is racism. Even following the common definition of racism and we need to claim that. No, nobody of us wants to be racist, and no, no human being can certainly be confident with the idea, that his “truth” weights more than the someone other’s, but nevertheless it is very human addicting to the vanity acting racist. It is happening everyday and to everyone of us. It is time to accept this fact and to agree to an equal dialogue. This debate will never begin if everybody is struggling about words like racism in the very beginning of this dialogue. Stop talking the topic to death with this fight of definitions. Don’t be in a snit if someone claims the “R”-word. Let’s accept the presence of this violence and try fighting our fears. Truth doesn’t exist, but racism does.

Article by Racist and Do-gooder Meike Büttner

 

repressionunddepression

Wer zuletzt lacht, ist ein Heuchler.

Gewalltag

Halt nicht die Fresse, zeig dein Gesicht!

Aus Liebe zur Freiheit

Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz

Dr. Mutti

Wer die Kinder hat, hat die Zukunft

menschenlebenblog

A topnotch WordPress.com site

fuckermothers

feministische Perspektiven auf Mutterschaft